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Theodor & Otto Froebel. Gartenkultur in Zürich im 19. Jahrhundert

Theodor & Otto Froebel. Gartenkultur in Zürich im 19. Jahrhundert

Claudia Moll

Gestaltet von Julia Ambroschütz und Tamaki Yamazaki

«An den Wurzeln der Profession» arbeitete Theodor Froebel (1810–1893), als er in Zürich seine erste Stelle antrat: Gartenkultur war in der Schweiz bis in die 1830er Jahre eine kaum gepflegte Disziplin. Die Kunst- und Handelsgärtnerei Froebel, die er 1835 gründete und später gemeinsam mit seinem Sohn Otto Froebel (1844–1906) betrieb, prägte Zürichs Stadtgrün von den ersten Schmuckplätzen über zahllose Privatgärten bis zu den Quaianlagen. Zugleich spiegelt die Firma Aufstieg und Niedergang eines Geschäftszweiges, in dem sich Expertenwissen mit dem Unternehmergeist des Bürgertums verband.

Die Landschaftsarchitektin und Architekturhistorikerin Claudia Moll geht dem Wirken dieser Pioniere der aufblühenden Schweizer Gartenkultur nach, die sich durch ein weltweites Handelsnetz mit einem opulenten, an Raritäten reichen Pflanzensortiment einen Namen machten.

2019. 25 x 30 cm, Broschur 
235 Seiten, 160 Abbildungen
ISBN 978-3-85676-386-2
65.00 CHF / 62.00 EUR


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Das akustische Argument > Wissenschaft und Hörerfahrung in der Architektur des 20. Jahrhunderts

Das akustische Argument
Wissenschaft und Hörerfahrung in der Architektur des 20. Jahrhunderts

Sabine von Fischer

Gestaltet von Philippe Mouthon

Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Akustik eine eigenständige akademischen Disziplin und entwickelte sich seither zu einer fächerübergreifenden Wissenschaft. Sie suchte und fand immer wieder neue Methoden, um Schallphänomene und Hörwahrnehmungen zu erfassen. Sabine von Fischer führt uns zu den Anfängen dieser neuen Wissenskultur, den ersten Experimenten und dem Eruieren der für die Architektur relevanten Dimensionen.

Anhand internationaler Forschungsvorhaben und Fallbeispiele – von weltberühmten Planungsdebatten bis zu alltäglichen Wohnbauten – zeichnet sie den Werdegang der modernen Bau- und Raumakustik und seine Folgen für die architektonische Formfindung nach. Die Wettbewerbsprojekte für das Völkerbundgebäude (1927), das Zürcher Kongresshaus (1937) oder der Londoner Ausstellungsbeitrag House of the Future (1957) verdeutlichen, wie das wachsende bauphysikalische und wahrnehmungstechnische Wissen der Akustik die architektonische Praxis veränderte.

Sabine von Fischer ist promovierte Architektin und Autorin. Sie studierte Architektur in Zürich und New York. Neben ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit an der ETH Zürich, am Canadian Center for Architecture in Montréal, an der École Polytechnique Fédérale de Lausanne, der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin gab sie verschiedene Bücher und Zeitschriften heraus. Seit 2019 betreut sie das Thema Architektur im Feuilleton der Neuen Zürcher Zeitung.

2019. 16,5 x 24,5 cm, Klappenbroschur
367 Seiten, 174 Abbildungen sw
ISBN 978-3-85676-354-1
52.00 CHF / 48.00 EUR


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Die Europäische Mittelmeerakademie > Hendricus Th. Wijdeveld, Erich Mendelsohn und das Kunstschulprojekt an der Côte d’Azur

Die Europäische Mittelmeerakademie
Hendricus Th. Wijdeveld, Erich Mendelsohn und das Kunstschulprojekt an der Côte d’Azur

Ita Heinze-Greenberg

Gestaltet von Michael Karner

Inspiriert vom Weimarer Bauhaus plante der Amsterdamer Publizist und Künstler Hendricus Theodorus Wijdeveld zusammen mit dem Berliner Architekten Erich Mendelsohn zu Beginn der 1930er Jahre eine europäische Kunstschule an der Côte d’Azur. Ihr Lehrprogramm war breit gefächert angelegt: Neben Malerei, Skulptur und Architektur waren Abteilungen für Innenraumgestaltung, Bühnenkunst, Typografie, Keramik und Textildesign vorgesehen, darüber hinaus Kurse in Musik, Tanz, Fotografie und Film. Mit ihrer Benennung setzte sich die Académie Européenne «Méditerranée» (AEM) allerdings bewusst vom Werkstattideal des Vorbilds in Deutschland ab. Sie nahm gesamteuropäisches Gedankengut auf und bezog sich zugleich auf das klassische Erbe des Mittelmeerraumes. Mit der Einbindung des Malers Amédée Ozenfant als drittem Direktor wurden Spezifika des Purismus integriert, die im literarischen wie geschichtsphilosophischen Kontext der französischen Moderne verortet sind. Die Zusammensetzung des Lehrerkollegiums und des Ehrenkomitees der AEM liest sich wie ein Who is who der europäischen Avantgarde.

Einen historischen Moment lang trug die Vorstellung transnationaler Kooperation in bukolischer Landschaft über die gegenläufigen Tendenzen der Zeit hinweg. Obwohl die Planung bereits weit vorangeschritten war, scheiterte dieses exemplarische gesamteuropäische Projekt 1934 letztlich an den politischen Realitäten.

Ita Heinze-Greenberg: Nach dem Studium der Kunstgeschichte und Philosophie in Bonn Forschungs- und Lehrtätigkeit am Technion in Haifa, an der Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem und an verschiedenen Universitäten in Deutschland. Seit 2012 am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur der ETH Zürich, dort seit 2016 Titularprofessorin für die Architekturgeschichte der Moderne.

2019. 24 x 28 cm, Klappenbroschur mit Fadenheftung
304 Seiten, 151 Abbildungen sw
ISBN 978-3-85676-270-4 
72.00 CHF / 65.00 EUR


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gta papers 2. War Zones

gta papers 2. War Zones

Samia Henni (Hg.)

Beiträge von Nora Akawi, Silvia Berger Ziauddin, Jean-Louis Cohen, Léopold Lambert, Asja Mandić, Stanislaus von Moos, Arsalan Rafique, Ayesha Sarfraz, Ismae’l Sheikh Hassan, Eva Schreiner, Felicity D. Scott, Alfredo Thiermann, Daniel Weiss

Gestaltet von büro uebele

Nach dem Zweiten Weltkrieg und mit Beginn des Kalten Krieges nahm die Kriegsführung neue Formen an. Kriegsgebiete verloren oftmals ihre eindeutige Definition. Menschen, Landschaften und gebaute Umwelt waren den Belastungen und Beschränkungen neuer Kriegsformen unterworfen, die sowohl zivile als auch militärische Ziele verfolgten. Die Beiträge zu War Zones hinterfragen einige dieser Bedingungen und Auswirkungen. Vom kolonialen oder totalen Krieg über den asymmetrischen Krieg und die Aufstandsbekämpfung, verbarrikadierte oder belagerte Städte, Flüchtlingslager und Grenzlinien, Atombunker und «Kriegsgeister» bis hin zu Ausnahmezustand und Drohnenkrieg untersuchen die Texte die räumlichen Aspekte, den Status und die Formierungsprozesse vergangener wie aktueller Kriegsgebiete.

After the Second World War and the onset of the Cold War, warfare took different forms, and war zones became gradually blurred and often undeclared. People, landscapes, and built environments came to be subjugated to the strains and constraints of these forms of war, serving both civil and military purposes of armed conflicts. The contributions to War Zones investigate some of these implicit or explicit conditions, legacies, and impacts. From colonial or total war, asymmetric war or counterinsurgency, to barricaded or besieged cities, refugee camps or borderlines, to nuclear bunkers or ‘war ghosts,’ to the state of emergency and drone warfare, these texts disclose the spatial aspects, statuses, and formation processes of past and current war zones.

Englisch

2019. 21 x 29,7 cm, Broschur
134 Seiten, 89 Abbildungen
ISBN 978-3-85676-390-9
25.00 CHF / 25.00 EUR


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trans 34. Youth

trans 34. Youth

Eine Unterhaltung über Architektur aus der Perspektive der Jugend bietet die Möglichkeit, grundsätzliche Fragen aussprechen zu können, Naivität zuzulassen, bereits gefestigtes Wissen aufzubrechen und auf die Probe zu stellen. Allerdings sehen wir, die Redaktionsmitglieder des trans Magazins, nicht die Jugend selbst als einen zu zelebrierenden Zustand, sondern wir sind auf der Suche nach einer Methodik des Denkens und des immer wieder Überdenkens, deren Ursprung wir in der jugendlichen Intensität und Neugierde erkennen können und deren Notwendigkeit wir in unserer Disziplin, der Architektur, unterstreichen möchten.

A conversation about architecture from the perspective of youth offers the possibility of being able to speak out fundamental questions, to allow naivety, to break up already established knowledge and to put it to the test. We, the members of the trans magazine editorial staff, do not see youth itself as a state to be celebrated, however, but we are in search of a methodology of thinking and reconsidering whose origin we can recognize in youthful intensity and curiosity and whose necessity we would like to emphasize in our discipline, architecture.

Texte in Deutsch, Englisch oder Französisch

2019. 21 x 28 cm, Broschur
174 Seiten, 95 Abbildungen
ISBN 978-3-85676-394-7
20.00 CHF / 20.00 EUR


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Auf Abwegen. Heft Nr. 23 der Schriftenreihe «Pamphlet»

Auf Abwegen. Heft Nr. 23 der Schriftenreihe «Pamphlet»

Institut für Landschaftsarchitektur ILA, ETH Zürich (Hg.)

Beiträge von Patrick Düblin, Isabelle Fehlmann, Christophe Girot, Anne Lacaton, Karen O’Rourke, Jacqueline Parish, Aline Schoch, Stalker (Francesco Careri und Lorenzo Romito)

Alltäglich gewordene Wege und Räume nehmen wir kaum mehr bewusst wahr. Dabei entgeht uns, wie sehr unsere Bewegungsmöglichkeiten bestimmten Normen und Gewohnheiten unterworfen sind. Diese Ausgabe des Pamphlet führt die Leser bewusst auf Abwege, um eine neue Perspektive auf die vertraute Umgebung zu gewinnen. Das Zu-Fuss-Gehen bietet sich einerseits als Methode an, um unsere Wahrnehmungs- und Bewegungsmuster aktiv zu hinterfragen. Auf der anderen Seite dient es als Instrument zur kritischen Auseinandersetzung mit dem gestalteten Raum und als potenzielles Werkzeug für Entwurfs- und Planungsprozesse.

Walking the same paths day by day, we cease to be aware of our surroundings. In this state, the extent to which our routes are subject to certain standards as well as routine escapes us. This issue of Pamphlet intentionally leads readers afield in an attempt to subvert this tendency—finding new perspectives in familiar territory. On an individual level, walking may serve as a method with which to actively question both our perceptual patterns as well as the patterns of our own movement through space; on a societal scale, the act becomes a potential planning tool, that is, an instrument for critically engaging with the designed environment.

Texte in Deutsch oder Englisch

2019. 15 x 23 cm, Klammerheftung
86 Seiten, 14 Abbildungen sw mit eingelegtem Plakat
ISBN 978-3-85676-395-4
22.00 CHF / 22.00 EUR


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Städtebau als politische Kultur > Der Architekt und Theoretiker Hans Bernoulli

Städtebau als politische Kultur
Der Architekt und Theoretiker Hans Bernoulli

Sylvia Claus, Lukas Zurfluh (Hg.)

Fotografien von Cédric Eisenring, Andreas Koller, Ewa Maria Wolańska
Beiträge von Hubertus Adam, Sylvia Claus, Katia Frey und Eliana Perotti, Bettina Held, Dorothee Huber, Jörg Kuhn, Bruno Maurer, Riccardo Rossi, Lukas Zurfluh
sowie Alumni des Master of Advanced Studies-Programms in Geschichte und Theorie der Architektur, ETH Zürich

Gestaltet von Philippe Mouthon

Wie kein anderer prägte Hans Bernoulli das genossenschaftliche und private Siedlungs- und Wohnungswesen der Schweiz. Der auch international äusserst einflussreiche Basler Architekt, Stadtplaner, Theoretiker und Hochschullehrer war ein Homo politicus, sein Schaffen ethisch motiviert. Architektur galt ihm als Teil eines übergeordneten gesellschaftlichen Ganzen. Bis heute haben seine Gedanken und Vorschläge nicht an Brisanz verloren.
Nach ersten Erfolgen mit Wohn- und Geschäftshäusern in Berlin und Mitteldeutschland machte sich Bernoulli bald mit städtebaulichen Arbeiten einen Namen. Seit 1910 Architekt der Deutschen Gartenstadtgesellschaft entwarf er unter anderem die Bebauungspläne für die Siedlungen Falkenberg bei Berlin und Reform in Magdeburg. 1912 zum Chefarchitekten der Basler Baugesellschaft berufen, avancierte er zu einem der Pioniere des Kleinwohnungs- und Siedlungsbaus in der Schweiz. Er realisierte in Basel, Zürich, Winterthur und Grenchen mehr als 30 Projekte. Darüber hinaus etablierte er den Städtebau als Lehrgebiet an der ETH Zürich und hatte damit massgeblichen Einfluss auch auf die jüngere Generation der Schweizer Moderne.
Die von Bernoulli damals erkannten Probleme sind nach wie vor nicht gelöst: Die Spekulation mit Grund und Boden ist noch immer eine der schwierigsten Herausforderungen für sinnvolle Gesamtplanungen. Die Folgen sind offensichtlich – Landschaftszerstörung, renditeträchtige Umwandlung günstigen Wohnraums in teure Quartiere mit entsprechenden sozialen Folgen, akute Wohnungsnot. Nicht zuletzt deshalb ist die von Bernoulli praktisch wie theoretisch problematisierte Frage nach dem Allgemeinwohl geradezu brennend aktuell. Die Publikation stellt erstmals Leben und Werk Hans Bernoullis in einen historischen Zusammenhang. Sie verortet die Komplexität seines Wirkens zwischen politisch-wirtschaftsreformatorischer und architektonisch-städtebaulicher Diskussion und unternimmt damit eine auch internationale Neupositionierung dieses wichtigen Schweizer Architekten.

2018. 22,5 x 30 cm, Hardcover mit Fadenheftung
384 Seiten, 356 Abbildungen
ISBN 978-3-85676-353-4
89.00 CHF / 78.00 EUR


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A wie anstiften > Architektur und Konstruktion im Ersten Jahreskurs von Annette Spiro, ETH Zürich

A wie anstiften
Architektur und Konstruktion im Ersten Jahreskurs von Annette Spiro, ETH Zürich

Annette Spiro, Friederike Kluge (Hg.)

Gestaltet von Bruno Margreth

Wie lehrt man Architektur und Konstruktion im ersten Studienjahr, wie nutzt man die Erfahrung und das unterschiedliche Potential angehender Architekten? Fragen, mit denen sich Annette Spiro, Architektin und Professorin an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich, über viele Jahre intensiv auseinandergesetzt hat. Als engagierter Lehrerin ist es ihr ein Anliegen, die Studenten und Studentinnen mit versierter Fachkenntnis, aber auch mit der ihr eigenen grossen Neugierde in die Disziplin einzuführen, in ihnen das Feuer für das Entwerfen und die Freude an einem guten Projekt zu entfachen.

Annette Spiro: Ausbildung an der Hochschule für Gestaltung Zürich, Grundkurs und Fachklasse für Schmuck und Gerät. Studium der Architektur an der ETH Zürich. Seit 1991 gemeinsames Architektenbüro mit Stephan Gantenbein in Zürich. Seit 2007 Professorin für Architektur und Konstruktion an der ETH Zürich.
Friederike Kluge: Studium der Architektur an der Universität Karlsruhe und an der Pontificia Universidad Católica de Valparaíso, Chile. Seit 2013 Assistentin an der Professur Annette Spiro, ETH Zürich. 2014 Gründung des Architekturbüros Alma Maki in Basel zusammen mit Meik Rehrmann

2018. 21 x 28 cm, Broschur
364 Seiten, 1098 Abbildungen
ISBN 978-3-85676-382-4
64.00 CHF / 55.00 EUR


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How to Begin? > Architecture and Construction in Annette Spiro’s First-Year Course, ETH Zurich

How to Begin?
Architecture and Construction in Annette Spiro’s First-Year Course, ETH Zurich

Annette Spiro, Friederike Kluge (Hg.)

Gestaltet von Bruno Margreth

How does one teach architecture and construction in the first year of studies; and how does one handle pre-existing experience and the different potential of the prospective architects? Annette Spiro, architect and at the Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zurich, has dealt intensively with these questions over many years. As a passionate teacher it has been a constant concern of hers to introduce her students to the subject with adept expertise but also with her own great curiosity, to spark the students’ enthusiasm for designing and their delight for good projects.

Annette Spiro: Education at the Hochschule für Gestaltung Zurich, foundation course and specialist class in jewellery and utensils. Architectural studies at ETH Zurich. Since 1991, architectural practice together with Stephan Gantenbein in Zurich. Since 2007, Professor for Architecture and Construction at ETH Zurich.
Friederike Kluge: Architectural studies at the Universität Karlsruhe and the Pontificia Universidad Católica de Valparaíso, Since 2013, Assistant with the Professorial Chair Annette Spiro, ETH Zurich. 2014, founding of the architectural office Alma Maki in Basel together with Meik Rehrmann.

Englisch

2018. 21 x 28 cm, Broschur
364 Seiten, 1098 Abbildungen
ISBN 978-3-85676-383-1
64.00 CHF / 55.00 EUR


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Giedion and America > Repositioning the History of Modern Architecture

Giedion and America
Repositioning the History of Modern Architecture

Reto Geiser

Gestaltet von Büro 146

Als der Schweizer Kunsthistoriker und Architekturkritiker Sigfried Giedion 1938 dem Ruf an die Harvard University folgte, konnte er die nachhaltige Wirkung dieses kurzen Engagements kaum erahnen. Während sein Werk in Nordamerika bald Anerkennung fand, wurde es in seiner Heimat nur mit grosser zeitlicher Verzögerung veröffentlicht. Reto Geiser gibt neuen Aufschluss über Giedions Leben und untersucht die Auswirkungen zweier unterschiedlicher Kulturkreise auf seine Arbeit sowie den Einfluss seiner Ideen und Denkmodelle auf den nordamerikanischen Architekturdiskurs. Wenn Giedions Position zwischen zwei Kulturen auch zu Widersprüchen und Brüchen in seinem Werk führte, so begünstigte sie jedoch zugleich dessen Rezeption beidseits des Atlantiks.

Sigfried Giedion (1888–1968), one of the main protagonists of the architectural avant-garde in Europe, paradoxically achieved this reputation far from his homeland— in America. Nearly all of Giedion’s books written after his initial stay at Harvard University were published in English long before they became available in his native German. Reto Geiser sheds new light on Giedion’s life and reassesses his work through the lens of cultural transformation and modernization processes. The author questions the unbroken line of developments portrayed in the historiography of modern architecture, and argues that Giedion’s position in between two cultural spheres not only caused ruptures and contradictions in his work but also productively shaped its reception on either side of the Atlantic.

Reto Geiser (*1976) ist Architekt und Architekturhistoriker mit einem Fokus auf die Schnittstellen zwischen Architektur, Pädagogik und Medien. Seit 2011 unterrichtet und forscht er als Gus Wortham Assistant Professor an der Rice University School of Architecture in Houston, Texas.

Englisch

2018. 17,3 x 24,8 cm, Halbleinen mit Fadenheftung 
463 Seiten, 234 Abbildungen
ISBN 978-3-85676-377-0
89.00 CHF / 78.00 EUR


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Baugesetze formen > Architektur und Raumplanung in der Schweiz

Baugesetze formen
Architektur und Raumplanung in der Schweiz

BSA Forschungsstipendium / FAS Bourse de Recherche
Gregory Grämiger
Mit einem Vorwort von Harry Gugger

Gestaltet von Büro 146

Schon die ersten Gedanken zu einem Gebäudeentwurf begegnen einem Regelwerk an Baugesetzen, das wesentliche Determinanten der Gestaltung festlegt. Manche dieser Paragraphen werden eher als «Baubeschränkungen» empfunden denn als Hilfe. Jedoch sind sie keine naturgegebenen Gesetze, sondern von Menschen geschaffene Instrumente. Sie bedürfen einer ständigen Revision. Wie Gregory Grämiger nachweist, beruht die Baugesetzgebung in der Schweiz auf überkommenen Prämissen, die während der letzten hundert Jahre in die Rechtsprechung aufgenommen wurden, aktuellen Anforderungen aber kaum mehr gerecht werden. Die Publikation versteht sich als Aufruf an Architekten, sich in den politischen Diskurs einzubringen.

Gregory Grämiger (*1980) studierte Architektur an der ETH Zürich und promovierte 2014 über wissenschaftliche Sammlungsräume der frühen Neuzeit. Seit 2008 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur (gta), von 2014 bis 2017 zudem an der Professur Annette Gigon / Mike Guyer der ETH Zürich.

2018. 19 x 26 cm, Klappenbroschur
70 Seiten, 39 Abbildungen sw
ISBN 978-3-85676-385-5
25.00 CHF / 25.00 EUR

Dieser Titel ist kurzfristig nicht lieferbar. NA ca. September 2019 


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